90 j Z; TS
„Erwachen“; Geburt; Angelhaken; Heraustreten; Befreiung; Erlösung usw.
90 Zade jjjj (ZZJZZJZZJZZJ) „der Angelhaken“
Mit dem „Angelhaken“ wird der Fisch aus dem Wasser gezogen. Zade ist als Zahl 90 und als Laut ein „Z“ oder „Th“ (gleich dem englischen „th“). Ein „Zadik“ - gewöhnlich mit „der
Gerechte“ übersetzt - ist einer, der die Fische fängt, will heißen, die Menschen aus dem Wasser (der Zeit) holt. Der Zadik bringt die Menschen aufs Trockene, wo sie eigentlich hingehören. Jesu erwählte Fischer zu „Menschenfischern“. Deine „materialistisch-geistige Gesamtentwicklung“ durchläuft drei Wachstumsstufen. Es ist Dein Weg vom „Wasser- Dasein“ in der Fruchtblase „der Gebärmutter“ über Dein „Zeit-Dasein“ in den fließenden Kreisläufen von „Mutter Erde“, hin zum reinem „SEIN“ eines Verstehenden. Erst dann „bist Du“ eine wirklich lebendige, raum/zeitlose, alles umfassende, erwachsene und erwachte Seele. Die 90 ist die 9, das Neu[n]e, auf einer höheren Ebene. Aus der Zeit wird eine neuer Mensch geboren: Der Sohn schickt sich an zu kommen, neues Leben kommt mit ihm in die Welt. Das ganze wirkliche Geschehen des Lebens spielt sich über dem Wasser ab. Über dem Wasser befindet sich die helle und freie Welt, dort ist der Himmel. Du sträubst Dich dagegen, aus der Zeit heraus gefischt zu werden und in die Ewigkeit einzugehen. Du hast Angst vor Deiner dazu nötigen Gestaltveränderung. Hast Du bisher nicht laufend Deine Gestalt verändert? Warst Du als Kleinkind ein anderer als jetzt? Zäh hält Dein dogmatisches Ego an den Maßstäben der chronologischen Zeit fest. Es will sich von keiner anderen Wirklichkeit überzeugen lassen. Du ereiferst Dich über andere, die Dich auf die Möglichkeit auf ein Leben außerhalb Deiner konservativen gedanklichen „Konserve“ hinzuweisen versuchen. Dieses Widerstreben ist die Ursache Deines immerwährenden Todeskampfes (Überlebenkampfes?). Du stellst Dich damit selbst geistig auf die Wahrnehmungsebene eines törichten Fötus, der nicht wachsen und geboren werden will. Du glaubst Dich sicher in Deiner geistigen Konserve. Konservatives „Ver-halten“ ist der Gegensatz zum wirklichen Wachstum und damit auch das Gegenteil von Leben. Auch Du wirst darum letztendlich um das Zade nicht herumkommen. Es ist gut, sich am Wasser der Zeit zu laben, aber es ist verderblich, darin zu ertrinken. In der „mabul“, der Sintflut (Sinn-flut und Sünd-flut!), ertrinkt der Mensch in der Zeit. Trinken kann nur derjenige, der außerhalb vom Wasser existiert. Das große Zeichen beim Zug durch die Wüste ist das Spalten des Wassers. Plötzlich wird die Zeit als durchsehbar erfahren, als Zweiheit. Die Zeit zeigt sich erst von dieser Seite, wenn man „unerschrocken“ in sie hineingeht. Diese Raum/Zeit öffnete sich durch das Gottesvertrauen Nachschons. In einer alten hebräischen Überlieferung wird berichtet, daß die Gasse durch dieses Meer nicht auf einmal offenstand. Sie öffnete sich nach Maßgabe des Vorwärtsschreiten des Menschen und schloß sich „un-mittel-bar“ hinter dem Zug wieder („mid-bar“ = Wüste!). Das soll Dich darauf hinweisen, daß es nur Deine eigene Handlungsweise - Dein Glaube - ist, mit dem Du den Stillstand der Zeit herbeizuführen vermagst. Es ist kein automatischer [Her]Vorgang, sondern die göttliche Antwort auf die Weise Deiner Existenz. Du kannst es in diesem Moment herbeiführen, aber auch „ewig“ darauf warten. Die von Dir wahrgenommene Welt ist nur oberflächlich betrachtet ein vorgegebenes Verhängnis. Alle Erscheinungen, die ich Dir in Deinem Dasein vorlege, sind „in ihrem Kern“ ausgewogen, also völlig „neutral“. Du bist es, der sie mit seiner unreifen Verurteilung in Gut und Böse bzw. Richtig und Verkehrt usw. zerteilt. Die von Dir als unvollkommen betrachtete Welt ist also nur das Spiegelbild Deiner eigenen Unreife und damit auch Deine selbst gewählte Existenzform.
Es wird auch erzählt, daß aus den Wassermauern den Vorbeiziehenden in ihren Bechern „Süßwasser“ zum Trinken träufelte. Gerade soviel (Zeit), wie sie benötigten, um sich wohl zu fühlen. Das Wasser, das sonst einen starken Salzgehalt hat, ist plötzlich trinkbar, süß und von herrlichstem Geschmack. Es ist wie beim Manna, das den Geschmack annimmt, den man damit verbindet: Alle Wünsche und Hoffnungen werden damit „verwirklicht“. Die Zeit wird auf diese Weise genossen und nicht als Feind angesehen, gegen den man zu kämpfen versucht, obwohl sie einem laufend davonläuft! Zeit wird so zum Labsal. Man versucht dann nicht mehr sie „tot-zuschlagen“, sondern man fängt an sie zu genießen. Du bekommst mit dieser geistigen Wahrnehmung Freude an der Zeit und am Leben. Was vorher ein unendlicher „tehom“ (hebr. = „Abgrund“ 400-5-6-40) war, öffnet sich plötzlich zu einem Paradies. Was Du bisher als entsetzlichen Abgrund betrachtet hast, als ausweglosen Schlund, der alles in sich verschlingt - Deine ungewisse Zukunft, die Dich zum Tod führt - zeigt sich Dir dann als ein prächtiger Vorgarten eines noch prächtigeren Schlosses. Dort ist Dein wirkliches Zuhause, es ist die neue Stadt Jerusalem, von der Dir in meiner Offenbarung berichtet wird. Das alles wirst Du erleben, wenn Du Dich auf den richtigen Weg machst. Die wirkliche Ursache von allem erkennen heißt Intelligenz. Erst wenn Du Dir jeglicher Mechanismen „in Dir“ bewußt bist, bist Du auch frei und kannst Dich auf diesen Weg machen! Jeder der sich seine „Freiheit“ nur einredet, betrügt sich damit selbst. Wer Freiheit nur nachahmt, ertrinkt in seinen Dogmen. Wasser ist die Urform des Lebens, ohne Wasser (Zeit) ist kein Leben möglich. Beim Zug durch die Wüste wird das Volk von einer Quelle begleitet - der Mirjam Quelle. Diese Quelle entsteht immer dort, wo Moses den „zur“ (hebr. = „Felsen“ 90-6-200) schlägt. Er erschüttert damit „den Felsen“, das (oberflächlich betrachtet) Unvergängliche - die Materie - plötzlich fängt er an „zu fließen“. Solange Du Dich von Deinen eigenen geistigen - Dir als Materie erscheinenden - „Spiegelungen“ (hebr. = „miraj“ 40-10-200-7) täuschen läßt, wirst Du auch unter dieser Halluzination zu leiden haben. Der bloße Felsen symbolisiert das Produkt eines geistig „unbeweglichen Menschen“ mit einem Herzen aus Stein. Erst wenn man sein dogmatisches Wissen „anschlägt“, wird es auch beweglich werden und zu „fließen“ anfangen. Nur durch einen „geistigen Anstoß“ können sich Deine Gedanken zu einer wirklichen Wahrnehmungs-Quelle entwickeln, die Dir vom wirklichen Leben ohne Überlebensängste zu berichten vermag. Nur mit einer fließenden (flexiblen) Gedankenquelle in Dir bist Du in der Lage, in der Wüste Deines Daseins eine Oase zu erschaffen, in der Milch und Honig fließt und Dir an nichts mangeln wird. Ohne dieses „lebendige Wasser“, das aus Dir selbst zu sprudeln vermag, verdurstest Du, dörrst Du aus - alles um Dich herum ist dann „sinnlos“. Mechanische Gedankenbewegungen, die nur aufgrund eines Paradigmas erfolgen, sind genauso unbeweglich wie die statische Software eines Computers. „Software“ ist eine schöne Metapher für eine determinierte Bewegung in der eigenen Unbeweglichkeit - für den unkreativen Kreislauf!
Du mußt Dich nun von einer noch „unreifen Frucht“ zu einem „Baum der Erkenntnis“ entwickeln, um Dich dann von Deinen eigenen Erkenntnissen zu ernähren. Du mußt lernen, nur noch von Dir selbst zu essen. Alles andere ist nur ein gedankenloses Nachplappern ohne eigene Kreativität. Dies ist die Verwirklichung meines Segens „pru urewu“, das „Seid fruchtbar und mehret euch“. Das alles kann aber erst von Dir erlebt werden, wenn Du das Geheimnis des Zade erkannt hast und Dich damit aus Deinem eigenen chronologischen Wasser ziehst. Durch Deinen „felsenfesten Glauben“ an eine lineare Zeit und Deine Hörigkeit an die oberflächliche Kausalität, führst Du Dich selbst im Kreis und damit auch an der Nase herum.
Ein Zadik wird also in Deinem Dasein erscheinen und Dir die Augen für eine Welt, die außerhalb der Zeit existiert öffnen. Diese Welt ist die Ewigkeit, die sich ständig in die von Dir
bisher wahrgenommenen Zeit entfaltet. Das Zade, die 90, ist der Stamm des Wortes „Zadik“ (= der Gerechte). Damit wird ein Mensch bezeichnet, der sich, und damit auch alle anderen, aus dem Wasser holt. Er hat die Einsicht in die Welt des Absoluten und verbindet somit beide Welten in sich: die des Wassers und die des Trockenen (Off.10;2). Wir wollen das Zade mit dem Sanskritwort „sadh“ beenden, denn es bedeutet auch: „beenden“, „ein Ziel erreichen“, „einen Zweck erfüllen“.
Wir verlassen nun die Ebene der Zehner und kommen zur Ebene der Hunderter. Wenn das Zade zu Deiner eigenen bewußten „Er-fahrung“ geworden ist, erscheint in der Rangordnung der Urzeichen das Bild des „Koph“. Es hat eine zweifache Bedeutung, es zeigt zwei Aspekte ein und derselben Sache.
„Erwachen“; Geburt; Angelhaken; Heraustreten; Befreiung; Erlösung usw.
90 Zade jjjj (ZZJZZJZZJZZJ) „der Angelhaken“
Mit dem „Angelhaken“ wird der Fisch aus dem Wasser gezogen. Zade ist als Zahl 90 und als Laut ein „Z“ oder „Th“ (gleich dem englischen „th“). Ein „Zadik“ - gewöhnlich mit „der
Gerechte“ übersetzt - ist einer, der die Fische fängt, will heißen, die Menschen aus dem Wasser (der Zeit) holt. Der Zadik bringt die Menschen aufs Trockene, wo sie eigentlich hingehören. Jesu erwählte Fischer zu „Menschenfischern“. Deine „materialistisch-geistige Gesamtentwicklung“ durchläuft drei Wachstumsstufen. Es ist Dein Weg vom „Wasser- Dasein“ in der Fruchtblase „der Gebärmutter“ über Dein „Zeit-Dasein“ in den fließenden Kreisläufen von „Mutter Erde“, hin zum reinem „SEIN“ eines Verstehenden. Erst dann „bist Du“ eine wirklich lebendige, raum/zeitlose, alles umfassende, erwachsene und erwachte Seele. Die 90 ist die 9, das Neu[n]e, auf einer höheren Ebene. Aus der Zeit wird eine neuer Mensch geboren: Der Sohn schickt sich an zu kommen, neues Leben kommt mit ihm in die Welt. Das ganze wirkliche Geschehen des Lebens spielt sich über dem Wasser ab. Über dem Wasser befindet sich die helle und freie Welt, dort ist der Himmel. Du sträubst Dich dagegen, aus der Zeit heraus gefischt zu werden und in die Ewigkeit einzugehen. Du hast Angst vor Deiner dazu nötigen Gestaltveränderung. Hast Du bisher nicht laufend Deine Gestalt verändert? Warst Du als Kleinkind ein anderer als jetzt? Zäh hält Dein dogmatisches Ego an den Maßstäben der chronologischen Zeit fest. Es will sich von keiner anderen Wirklichkeit überzeugen lassen. Du ereiferst Dich über andere, die Dich auf die Möglichkeit auf ein Leben außerhalb Deiner konservativen gedanklichen „Konserve“ hinzuweisen versuchen. Dieses Widerstreben ist die Ursache Deines immerwährenden Todeskampfes (Überlebenkampfes?). Du stellst Dich damit selbst geistig auf die Wahrnehmungsebene eines törichten Fötus, der nicht wachsen und geboren werden will. Du glaubst Dich sicher in Deiner geistigen Konserve. Konservatives „Ver-halten“ ist der Gegensatz zum wirklichen Wachstum und damit auch das Gegenteil von Leben. Auch Du wirst darum letztendlich um das Zade nicht herumkommen. Es ist gut, sich am Wasser der Zeit zu laben, aber es ist verderblich, darin zu ertrinken. In der „mabul“, der Sintflut (Sinn-flut und Sünd-flut!), ertrinkt der Mensch in der Zeit. Trinken kann nur derjenige, der außerhalb vom Wasser existiert. Das große Zeichen beim Zug durch die Wüste ist das Spalten des Wassers. Plötzlich wird die Zeit als durchsehbar erfahren, als Zweiheit. Die Zeit zeigt sich erst von dieser Seite, wenn man „unerschrocken“ in sie hineingeht. Diese Raum/Zeit öffnete sich durch das Gottesvertrauen Nachschons. In einer alten hebräischen Überlieferung wird berichtet, daß die Gasse durch dieses Meer nicht auf einmal offenstand. Sie öffnete sich nach Maßgabe des Vorwärtsschreiten des Menschen und schloß sich „un-mittel-bar“ hinter dem Zug wieder („mid-bar“ = Wüste!). Das soll Dich darauf hinweisen, daß es nur Deine eigene Handlungsweise - Dein Glaube - ist, mit dem Du den Stillstand der Zeit herbeizuführen vermagst. Es ist kein automatischer [Her]Vorgang, sondern die göttliche Antwort auf die Weise Deiner Existenz. Du kannst es in diesem Moment herbeiführen, aber auch „ewig“ darauf warten. Die von Dir wahrgenommene Welt ist nur oberflächlich betrachtet ein vorgegebenes Verhängnis. Alle Erscheinungen, die ich Dir in Deinem Dasein vorlege, sind „in ihrem Kern“ ausgewogen, also völlig „neutral“. Du bist es, der sie mit seiner unreifen Verurteilung in Gut und Böse bzw. Richtig und Verkehrt usw. zerteilt. Die von Dir als unvollkommen betrachtete Welt ist also nur das Spiegelbild Deiner eigenen Unreife und damit auch Deine selbst gewählte Existenzform.
Es wird auch erzählt, daß aus den Wassermauern den Vorbeiziehenden in ihren Bechern „Süßwasser“ zum Trinken träufelte. Gerade soviel (Zeit), wie sie benötigten, um sich wohl zu fühlen. Das Wasser, das sonst einen starken Salzgehalt hat, ist plötzlich trinkbar, süß und von herrlichstem Geschmack. Es ist wie beim Manna, das den Geschmack annimmt, den man damit verbindet: Alle Wünsche und Hoffnungen werden damit „verwirklicht“. Die Zeit wird auf diese Weise genossen und nicht als Feind angesehen, gegen den man zu kämpfen versucht, obwohl sie einem laufend davonläuft! Zeit wird so zum Labsal. Man versucht dann nicht mehr sie „tot-zuschlagen“, sondern man fängt an sie zu genießen. Du bekommst mit dieser geistigen Wahrnehmung Freude an der Zeit und am Leben. Was vorher ein unendlicher „tehom“ (hebr. = „Abgrund“ 400-5-6-40) war, öffnet sich plötzlich zu einem Paradies. Was Du bisher als entsetzlichen Abgrund betrachtet hast, als ausweglosen Schlund, der alles in sich verschlingt - Deine ungewisse Zukunft, die Dich zum Tod führt - zeigt sich Dir dann als ein prächtiger Vorgarten eines noch prächtigeren Schlosses. Dort ist Dein wirkliches Zuhause, es ist die neue Stadt Jerusalem, von der Dir in meiner Offenbarung berichtet wird. Das alles wirst Du erleben, wenn Du Dich auf den richtigen Weg machst. Die wirkliche Ursache von allem erkennen heißt Intelligenz. Erst wenn Du Dir jeglicher Mechanismen „in Dir“ bewußt bist, bist Du auch frei und kannst Dich auf diesen Weg machen! Jeder der sich seine „Freiheit“ nur einredet, betrügt sich damit selbst. Wer Freiheit nur nachahmt, ertrinkt in seinen Dogmen. Wasser ist die Urform des Lebens, ohne Wasser (Zeit) ist kein Leben möglich. Beim Zug durch die Wüste wird das Volk von einer Quelle begleitet - der Mirjam Quelle. Diese Quelle entsteht immer dort, wo Moses den „zur“ (hebr. = „Felsen“ 90-6-200) schlägt. Er erschüttert damit „den Felsen“, das (oberflächlich betrachtet) Unvergängliche - die Materie - plötzlich fängt er an „zu fließen“. Solange Du Dich von Deinen eigenen geistigen - Dir als Materie erscheinenden - „Spiegelungen“ (hebr. = „miraj“ 40-10-200-7) täuschen läßt, wirst Du auch unter dieser Halluzination zu leiden haben. Der bloße Felsen symbolisiert das Produkt eines geistig „unbeweglichen Menschen“ mit einem Herzen aus Stein. Erst wenn man sein dogmatisches Wissen „anschlägt“, wird es auch beweglich werden und zu „fließen“ anfangen. Nur durch einen „geistigen Anstoß“ können sich Deine Gedanken zu einer wirklichen Wahrnehmungs-Quelle entwickeln, die Dir vom wirklichen Leben ohne Überlebensängste zu berichten vermag. Nur mit einer fließenden (flexiblen) Gedankenquelle in Dir bist Du in der Lage, in der Wüste Deines Daseins eine Oase zu erschaffen, in der Milch und Honig fließt und Dir an nichts mangeln wird. Ohne dieses „lebendige Wasser“, das aus Dir selbst zu sprudeln vermag, verdurstest Du, dörrst Du aus - alles um Dich herum ist dann „sinnlos“. Mechanische Gedankenbewegungen, die nur aufgrund eines Paradigmas erfolgen, sind genauso unbeweglich wie die statische Software eines Computers. „Software“ ist eine schöne Metapher für eine determinierte Bewegung in der eigenen Unbeweglichkeit - für den unkreativen Kreislauf!
Du mußt Dich nun von einer noch „unreifen Frucht“ zu einem „Baum der Erkenntnis“ entwickeln, um Dich dann von Deinen eigenen Erkenntnissen zu ernähren. Du mußt lernen, nur noch von Dir selbst zu essen. Alles andere ist nur ein gedankenloses Nachplappern ohne eigene Kreativität. Dies ist die Verwirklichung meines Segens „pru urewu“, das „Seid fruchtbar und mehret euch“. Das alles kann aber erst von Dir erlebt werden, wenn Du das Geheimnis des Zade erkannt hast und Dich damit aus Deinem eigenen chronologischen Wasser ziehst. Durch Deinen „felsenfesten Glauben“ an eine lineare Zeit und Deine Hörigkeit an die oberflächliche Kausalität, führst Du Dich selbst im Kreis und damit auch an der Nase herum.
Ein Zadik wird also in Deinem Dasein erscheinen und Dir die Augen für eine Welt, die außerhalb der Zeit existiert öffnen. Diese Welt ist die Ewigkeit, die sich ständig in die von Dir
bisher wahrgenommenen Zeit entfaltet. Das Zade, die 90, ist der Stamm des Wortes „Zadik“ (= der Gerechte). Damit wird ein Mensch bezeichnet, der sich, und damit auch alle anderen, aus dem Wasser holt. Er hat die Einsicht in die Welt des Absoluten und verbindet somit beide Welten in sich: die des Wassers und die des Trockenen (Off.10;2). Wir wollen das Zade mit dem Sanskritwort „sadh“ beenden, denn es bedeutet auch: „beenden“, „ein Ziel erreichen“, „einen Zweck erfüllen“.
Wir verlassen nun die Ebene der Zehner und kommen zur Ebene der Hunderter. Wenn das Zade zu Deiner eigenen bewußten „Er-fahrung“ geworden ist, erscheint in der Rangordnung der Urzeichen das Bild des „Koph“. Es hat eine zweifache Bedeutung, es zeigt zwei Aspekte ein und derselben Sache.