9 t TT
Spiegel, das Neue; das Komplementär usw.

9 Teth      tttt      (Das Doppelte; Das Neue)

Das neunte Zeichen wird etwa wie das deutsche „T“ ausgesprochen. Eine alte hebräische Überlieferung sagt, das Teth sei die Gebärmutter, der Ort also, wo sich etwas Neues
entwickelt und schließlich hervortritt. Die Hieroglyphe t besteht aus einem kreisförmigen Gebilde, bei dem „ein Strahl“ nach innen weist. Auch das griechische Theta Θ besteht aus
einem Kreis mit einem „innen liegenden He“. Gemeint ist damit nicht nur eine organische Gebärmutter, sondern das Dunkle, das „mystische Jenseits“, in dem sich alles „wirklich Neue“ vorbereitet, um im „Diesseits“ ans Licht zu treten. Wie ein Samenkorn in die dunkle Erde „versenkt“ wird, dort keimt, wächst und ans Licht drängt, so ist das Teth, die „Neu“n, der verborgene Neuanfang, der aus der „Versenkung“ aufzutauchen vermag. Denke dabei auch an die neunte Plage, die Finsternis, der der Auszug aus Ägypten folgt. In gleicher Weise trägt auch eine Mutter neun Monate ihr Kind „in sich“. Dies sind 40 Wochen. 40 Jahre dauerte auch der Weg durch die Wüste. Eine verborgene Seite beinhaltet ein Kind, für das ein neuer Lebensraum zur neuen Wirklichkeit werden wird. Die Finsternis - der Mythos also - trägt in seinem Kern das Licht. Alles Licht wird aus dieser Finsternis, aus dem Mythos geboren. Auch „in Dir“ ist dieses Prinzip vorhanden. Du wirst Dir erst dann als Mensch gerecht werden, wenn Du diese „wesentliche Geschichte“ Deines „Daseins“ erkannt und den Sinn Deines „Hierseins“ begriffen hast. Das „disharmonische Chaos“ Deiner noch verworrenen und kraftlosen Gedanken beinhaltet ein großes und kostbares Geheimnis - meine vollkommene und göttliche Harmonie. Um diese „in Dir“ zum Klingen zu bringen, mußt Du alle Deine bisherigen verworrenen Gedanken nur nach dem hier mitgeteilten Schema „re- formieren“. Das Teth, die 9, ist 3x3, d. h. die dreimalige Synthese. Und so durchläuft jede Erscheinung auch drei Metamorphosen bis zu seiner letztendlichen Gestaltwerdung. Unzählige Beispiele könnte man dazu aufführen, da nach diesem Gesetz die ganze Schöpfung aufgebaut ist. Alles Erscheinende, so auch Dein Dasein, figuriert als „Doppelheit“: als Körper und als Seele. Beide sind aber in ihrem tiefsten Grunde „dasselbe“, dennoch hast Du den Eindruck, daß der von Dir wahrgenommene Körper „Dich“ trägt. Nur Dein Geist ist dabei das, was sich stets verändert. Er kommt aus dem Nichts verändert sich, indem er „wächst“. Nur in ihm zeigt sich der Zyklus Deines gesamten Daseins. Das Materielle, der Körper als Träger Deines „ewigen Geistes“ unterliegt dabei einer stetigen Verwandlung. Eine „erwachte Seele“ hat die „garantierte Bewußtheit“, daß ihr wirkliches Leben unveränderlich bleibt. Die Neun verhält sich zur Acht wie die Zwei zur Eins. Das Beth ist das Haus mit einem „nackten“ Innen und Außen. Das Innen der „Umzäunung“, der Neun, ist dagegen nicht mehr „leer“, denn es beinhaltet die „symbolische Struktur“ der Zahlen Eins bis Sieben; die „Grundstruktur“ meiner Schöpfung, die im Chet, der Acht, als neue Eins in Erscheinung tritt und der dieses Teth als neue Zwei einer höheren „Existenzebene“ gegenübersteht. Das hebräische Wort „tisch“ (9-10-80) bedeutet „Tropfen“ und weist damit nicht nur auf die Geburt eines neuen „Menschen“ (= hebr. „isch“) hin, sondern auch darauf, daß dessen Wesen aus „Zeit“ (= Wasser) besteht. Aus der 9 entsteht die 10, die zwar „sprechen“ (= 80, der Mund) kann, sich aber der Macht der ausgesprochenen Worte noch nicht bewußt ist. Die Synthese dieser komplexeren Dualität führt Dich nun zum Jod.