6 v V; W; U; O
Kette; Verbindungshaken; verbindet; und; vereinigt; verbunden usw.

6 Waw     vvvv   „Der Haken“

Das sechste Zeichen - das Waw - erzeugt den Laut „W“, tritt aber auch als „V“, „U“ und „O“ in Erscheinung. Damit ist es auf der Lautebene mit dem Beth verwandt, das ja auch als „W“ in Deine akustische Erscheinung treten kann. Es ist selbstverständlich nicht gleichgültig, welches Zeichen man dabei benutzt. Auch wenn der Laut gleich klingt, verändert sich dadurch die mathematische Harmonie in der Gematrie der Worte und damit auch deren Sinn. In manchen deutschen Schriften über die hebräische Sprache wird das Waw auch als Vau bzw. Vav bezeichnet. Es sind nur unterschiedliche Sichtweisen ein und desselben Phänomens. Als Zahl ist Waw 6 (Sex!), als Symbol ein verbindender Haken, und so zeigt sich im V, bzw. im U, nur das noch unverbundene W (= ein doppeldes V, bzw. ein „double U“). Die Wörter im Hebräischen haben keineswegs nur die Aufgabe, daß man sich mit ihnen verständigt. Sie sind die mathematischen Bausteine meiner gesamten Schöpfung. Du mußt dabei nur an folgende Worte denken: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott“. Waw bedeutet also Haken. Ein Haken hat die Eigenschaft Dinge zu verbinden und so wird dieser Buchstabe im Hebräischen auch als das Wort „und“ benutzt. Wo Du „und“ sagst, steht im Hebräischen ein Waw. Auch Du besitzt die Fähigkeit, ein Waw zu sein. Ursprachlich bedeutet „wa-u“ in etwa „mein Wunsch nach einem Du“ (auf den dazugehörigen „Hund“ komme ich später noch zu sprechen). Der Du-Laut U wird Dir auch im Endzeichen „Taw“ (sprich Tau) begegnen.
 
Du solltest nun versuchen, alle Dir noch widersprechenden Dimensionen, mit denen Dir bekannten, zu einer Einheit zu verbinden. Du hast die Fähigkeit zu denken und zu fühlen,
ohne dabei die von Dir empfundene „lineare Zeit“ zu zerstückeln. „Normalerweise“ folgst Du nur Deiner „beschränkten Logik“. Du bist nur dazu bereit, die von ihr wahrgenommenen
fragmentierten Teile zu verbinden. Solange Du Dich nicht vom Diktat Deiner Rationalität befreist, wird die von Dir wahrgenommene Welt immer ein „kriegerisches Stückwerk“
bleiben. Begründet auf Polarität, dem Prinzip der Zweiheit, entsteht der Weg - die „Be-weg- ung“ durch Dein Dasein. Es gibt darin einen Punkt des Anfangs und einen Punkt des Endes. Die „all-einige Einswerdung“ dieser Punkte ist Dein wahres Ziel. Die Freude des Heimkommens zur Einheit setzt aber einen Ausgangspunkt, den „Herabwurf“, wie ihn die Orthodoxie bezeichnet, voraus. Damit beginnt auch das „Messen“ in Deiner Welt. Es gibt dabei zweierlei Arten zu messen. Zum ersten ein „Be-ur-teilen“ in „moralischer“ (lat. morior = „sterben“[der]) „Hinsicht“, die Deine geistige Entwicklung nur „verzögert“ (lat. moror). Moralisten besitzen ein „mürrisches Wesen“ (lat. morositas) und bringen nur Unruhe in sich und damit auch in die Welt. Dogmatisch moralische Menschen „ver-ur-teilen“ sich so mit ihrer Rechthaberei selbst zum „Sterben“ (lat. morior). Jeder „rechthaberische Glaube“ entspricht einem Dasein in einer „geistigen Konserve“, und in einer solchen herrscht nun einmal, wie Du nun begriffen haben solltest, die „Sterblichkeit“ (lat. mortalitas). Laß ab jetzt diese „Moralaposteln“ ihre Toten selbst begraben und befreie Dich „von Deiner“ alten Moral, denn sie zieht Dich nur weiter in den „Morast“.
 
Aber auch physikalisch wird gemessen. Der Weg und die Bewegung (die Zeit) urteilt Deine Wahrnehmung in Proportionen, was nicht weniger schwerwiegende Folgen auf Dein Dasein ausübt als die Moral. Du zählst Deine Zeit, Dein Geld und Deine Bewegungen. Unserer Einheit steht so die von Dir losgemachte, „entbundene“ Vielheit gegenüber - meiner großartigen Harmonie Dein tödliches Chaos - dem Ruhen im geistigen Seelenfrieden, die Angst, Unruhe und das Unglück Deiner selbst zu verantwortenden Verlassenheit und Einsamkeit.
 
Da Du immerwährend auf etwas „Neues“ wartest, setzt Du Dich auch laufend an den „Nullpunkt“ Deines Daseinsweges. Ein Zurück, ein Weniger, im quantitativen Sinn, willst Du
nicht akzeptieren, vor einem „Vorwärts“ in etwas Dir Unbekanntes hast Du Angst. Auf diese Weise gestaltest Du Dein Dasein selbst zu einem Paradoxon. Dies besteht aus Deiner
Sehnsucht nach einem dauerhaften Zuhause, aber auch der Sehnsucht nach Veränderung. Solange Du Dich durch Deinen unflexiblen dogmatischen Glauben selbst an diesen Nullpunkt Deiner geistigen Entwicklung fesselst, fühlst Du Dich „in Deiner Haut“ auch unwohl. Dich quält das Bewußtsein des „Zu-Kurz-Kommens“, die Langeweile, das Unheil Deiner
Nutzlosigkeit und Du hast dadurch fälschlicherweise nur ein Ziel vor Augen - das „Mehr“. Jenseits dieser „begrenzten Logik“ lebt in Dir aber auch Deine Hoffnung, ja sogar die Erwartung, daß das nicht alles sein kann, was Dir meine komplexe Schöpfung an „Möglichkeiten“ anzubieten vermag. Deine bewußte Entdeckung „der anderen Seite“ ist die „[Er]Lösung“ (aus) dieser Frage. Verbinde alle möglichen „geistigen Bewegungen“ - alle „Ideologien“ - zu einem Ganzen. Gerade deren Paradoxon ist die Wurzel allen lebens. Du kannst nicht immer nur Einatmen. Einatmen „und“ Ausatmen heißt zu Leben. Du bist „zur gleichen Zeit“ der ideale und der gefallene Mensch. Es wäre daher dumm von Dir, über Schuld und Sünde zu „urteilen“, so wie es auch falsch  und unweise ist, Schuld und Sünde zu leugnen. Mit „wacher Aufmerksamkeit“ wirst Du in diesem Dasein immer und überall auf  Paradoxa treffen. Gerade diese aber geben Deinem Dasein die „Spannung“ - die treibende Kraft - die Dich Deiner „Vervollkommnung“ entgegen zu treiben vermag. Nur durch „das Verstehen“ der „wirklichen Ursache“ dieser Paradoxa werden diese sich wie von selbst auflösen.
 
Sechs bedeutet also „Haken“, das Verbindungsglied. Die Zahl 6 (Waw) ist im Hebräischen also das Verbindende „und“ - Diesseits „und“ Jenseits. Das Sichtbare wird also durch das Waw mit dem Unsichtbaren verbunden. Auch den „normalen Menschen“ kann man als „Erscheinung“ in diesem Sinn symbolisch erfahren, denn Mann „und“ Frau erschaffen in ihrer Vereinigung - durch ihre Synthese - neues Leben. Dieses „neue Leben“ wird als etwas völlig „Neues“ wahrgenommen, obwohl es genau genommen nur die Synthese „dieser Dualität“  darstellt. Die „Sechs“ ist die wirkliche Wurzel des „Sex[us]“. Auch im mathematischen Aufbau Deiner Erbsubstanzen (DNS) wirst Du diese Tatsache klar erkennen können. In der „verdoppelten Drei“ (männliche und weibliche Aspekte eines Trigramms) entsteht die Acht und daraus das Leben. Durch die Sechs wird also eine „Vermehrung“ erzeugt, bei der „der Charakter“ des Neuen durch die Synthese der vorausgehenden Dualität eine andere Qualität erhält. Als Beispiel ausgedrückt: Die Synthese von Hydrogen und Oxygen (zwei Gase) erzeugt Wasser (flüssige Materie).
 
Mit einer völlig anderen Art von „Vermehrung“ haben wir es bei der nun folgenden Sieben zu tun.