300 w Sch; (S als Sin)
„Glaube“! Das „Eins-ge-machte“ („ich glaube“!) dies kann eine empirische, aber vor allem auch eine rein rationale Erfahrung darstellen; Begreifen und Verwerten; Verstehen; „Heiliger Geist“ usw.
3300 Schin wwww „Der Zahn“
Das Zeichen Schin hat den Wert 300 und kann als „schin“ mit den Laut „Sch“ aber auch als „szin“, als „Sz“, in Erscheinung treten. Ein Punkt rechts über den Zeichen bedeutet „schin“
und links darüber „szin“. Schin bedeutet eigentlich „Zahn“. Du betrachtest Deine Zähne als Werkzeug mit dem das beginnt, was Du als „Essen“ bezeichnest. „Essen“ (hebr. „achol“ 1- 20-30) bedeutet eine Verbindung von „Allem“ (hebr. „kol“ 20-30 = „alles“) mit ALLEM, der „Eins“. Alles wird also mit der „Eins“ verbunden, d.h. wenn Du etwas hörst, siehst, oder etwas auf eine andere Art „wahr-nimmst“, so „ißt“ Du es, es wird somit eins mit Dir. Aufgrund dieser Betrachtung sollte Dir auch einleuchten, daß Du unter dem Begriff „achol“ keineswegs nur das herkömmliche „Essen“ verstehen solltest. Alles von Dir „Aufgenommene“ wird durch das „achol“ zu einem Teil von Dir, indem Du es „in Dir aufnimmst“. Du zerkaust es mit Deinen Zähnen, damit Du es Dir „einverleiben“ kannst. Und genauso verhält es sich auch mit der Wirklichkeit: Sie wird von Deinem (noch) begrenzten Geist in verdaubare Happen „zerkleinert“ und in die Zeit verteilt, damit es „fließend“ wird und Du es dann „nacheinander“ aufnehmen kannst. Du solltest Dich nun fragen, warum Du überhaupt essen mußt? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Damit Du leben kannst! Dies aber solltest Du nicht nur auf „Dein körperliches Leben“ beziehen. Auch die symbolische Funktion des hebräischen Schin - die „geistigen Zähne“ - benötigst Du, um alles von Dir Wahrgenommene mit dem „Einen“ zu verbinden - mit Dir selbst. Erst wenn Dir das gelingt, fängst Du an geistig „zu leben“! Das fragmentierte Wahrnehmen von Erscheinungen gründet im Geheimnis der Dualität Deiner Schöpfung. „Du kleiner Gott“ unterhältst Dich so mit Deiner Schöpfung. Der Himmel in Dir ruft die Erde und die Erde antwortet dem Himmel. Beide verlangen nach einander und fühlen die höchste Wonne, wenn sie sich finden und „vereinigen“. Jedes „Wieder-Einswerden“ ist mit einem Glücksgefühl verbunden. Jedes Verfehlen oder gar absichtliches Verweigern des Einswerden bringt „Dir kleinen Gott“ Leid.
Sogar Glück und Leid selbst trachten nach diesem Einswerden, das sich mit dem Sterben eines „normalen Menschen“ und der damit verbundenen Geburt des „wirklichen Menschen“
erfüllt. Alle Gegensätze heben sich in diesem neugeborenen wirklichen Menschen „in sich“ auf und bilden so mit ihrer Synthese die Grundlage zu einer neuen, höheren und schöneren Dimension des Lebens, die das Himmelreich auf Erden bewußt erlebbar macht. Nur ein pseudo-guter Mensch will das Böse verteufeln, es bekämpfen und am besten dem Nichtsein überantworten. Einem unreifen Menschen, der versucht, „das Böse“ in und außerhalb von sich zu bekämpfen, ist nicht bewußt, daß er selbst alles Böse nur durch seine eigene, nur „einseitige Interpretation“ erzeugt. Den „Konflikt“ (lat. con-flictus = das Aufeinandertreffen) zwischen Gut und Böse kann man nur durch deren Synthese „vollenden“ (= lat. con-ficio). Darin besteht die geheimnisvolle Bezogenheit, das Aufeinanderzu von beiden. Ein wirklicher Mensch hat diese Extreme „in sich“ auf einen Nenner gebracht - die beiden Pole „Positiv und Negativ“ als eigene „Energiequelle“ erkannt - die ihn in einen völlig neuen „geistigen Lebensraum“ zu katapultieren vermag. Auf diese merkwürdige Weise äußert sich auch das Streben nach „Einswerden“ bei Mann und Frau. Die „Innigkeit“ und Stärke des „nach einander Verlangens“ übersteigt in der Regel jede rationale Logik - alle Vernunft und Vernunftgründe. Man sagt, daß der Mann die Frau „bekennt“, wenn er seinem Verlangen nachgibt. Aber nur zu „be“kennen, bildet noch lange keine „Ge“meinschaft. Jeder „normale Mensch“ hat andere, offensichtlich „irrationale Gründe“, um das eine abzulehnen und das andere als erstrebenswert zu betrachten. So kommt es zu Kriegen, hier wurzeln die unterschiedlichen politischen Richtungen und religiösen Strömungen. Die zugrunde liegende „Ursache“ dieser „normalmenschlichen Misere“ kann man nur aus der Sicht einer höheren Bewußtseinsdimension „rational“ erklären, auf der diese „irrationalen [„Be“weg]Gründe“ zur Synthese vereinigt wurden. Eine verstandesmäßige Erklärung „innerhalb“ einer persönlichen „normalen Logik“ muß zwangsläufig immer fehllaufen und in den Irrtümern einer dogmatischen Pseudo-Wissenschaftlichkeit enden. Diese wird, solange sie nur in einem „Richtig/Verkehrt-“ und „Gut/Böse-Raster“ zu denken vermag, „das Wesentliche“, d.h. die synthetische Vereinigung dieser Gegensätze, immer völlig außer Acht lassen. Alle Deine Begegnungen und Vorfälle haben für Dich einen geheimnisvollen „Hintergrund“. Die Ursache des Zusammenstoßes liegen in Deinem „Unwissen“ über das, „was wirklich ist“. Es kommt Dir zu, diese oder jene Erfahrung zu machen und Deine Aufgabe liegt nun darin, die Dualität aller Dir meist nur einseitig erscheinenden Gegensätze zu erkennen, um dann deren beide Seiten miteinander zu vereinigen. Es verhält sich letztendlich mit allen Deinen Erfahrungen genauso, wie mit Deiner Aufnahme Deiner materiellen Nahrung und deren Verdauung. Du benötigst sie zum Leben.
Benötigst Du Deinen Verstand und Deine strenge Logik, um Deine Nahrung zu verdauen?
Wenn Du alle unwillkürlichen körperlichen Funktionen, die für die Verdauung Deiner Nahrung nötig sind, bewußt steuern müßtest, würden diese zu einer unerträglichen Qual. Du
würdest dann vor einem unübersichtlichen Durcheinander stehen, Deinem innerlichen Zerfall. Du hättest nur noch damit zu tun, alle Deine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Kein
Computer wäre imstande, Dir beim Ordnen dieses unübersichtlichen komplexen Chaos zu helfen, geschweige denn, daß ein normaler Mensch das dazu nötige Programm erstellen könnte. Letztendlich funktioniert aber alles wie von selbst und nur zu Deinem Besten. Und genauso verhält es sich auch mit der „geistigen Verdauung“ Deiner Außenwelt-Erfahrungen. Wenn Du damit aufhörst, zu versuchen, sie nach Deinem primitiven rationalen Raster von Gut/Böse, Richtig/Verkehrt, Angenehm/Unangenehm usw. zu ordnen, wirst Du feststellen, daß alles „wie von Gottes Hand geführt“ eine Synthese zu Deinem Besten eingehen wird. Du wurdest geschaffen, um zuerst einmal alles aufzunehmen. Und so wie es nötig ist, die Nahrung zu zerkauen, wird auch alles Erlebte von Dir in kleine Teile zerteilt. Alles wird „fließend“ gemacht. Ein Baby kann nur Flüssiges, bzw. Breiiges aufnehmen. Analog dazu benötigt Dein noch unreifer Geist ebenfalls eine „zeitliche Form“, um meine „statische Wirklichkeit“ geistig verdauen zu können. Deine Begegnung mit dem Essen beginnt mit Deinen 32 Zähnen - Deine Begegnung mit der Wirklichkeit, mit den 32 Wegen des Sephirot-Baums. Der Zusammenhang von Innen und Außen wird somit durch die Zahl 32 sowohl körperlich als auch geistig verbunden. Die 32 Zähne sind symbolisch identisch mit diesen 32 Wegen, die die Vielheit aller Deiner Erscheinungen zu einem lebendigen Ganzen zu vereinigen vermögen. Und gerade deswegen ist das Schin ein so wichtiges und entscheidendes Zeichen. Es gehört mit dem Aleph und dem Mem zu den drei Urzeichen.
Alles Dich Nährende scheint für Dich deswegen „von Außen“ zu kommen, es erscheint Dir daher auch unterschieden von Dir und Du bist darauf angewiesen es aufzunehmen. Als erwachsenes Wesen nach meinem Ebenbild bist Du eins mit der Welt, die Dich zu umgeben scheint. Da noch nicht alles, was Du aufnimmst, bei Dir bleibt, zeige ich Dir, daß Deine Entwicklung - die Einswerdung - noch im Werden ist. Dieses Werden geht mit der Empfindung Deines zeit/räumlichen Daseins einher. Dein Dasein ist gekennzeichnet von Mißverstehen und Ablehnung. Dein geistiges „Nichtbegreifen- bzw. akzeptieren wollen“ von manchen Erscheinungen entspricht dem „Nichtverdauen können“ im Körperlichen. Und so wie ein Mensch das ausscheidet, was er von der aufgenommenen Nahrung nicht verwerten kann, hat er auch „geistige Ausscheidungen“. Sie bestehen aus dem geistigen Material, was ihm „verkehrt“ und „böse“ erscheint. Solange Du den Sinn von Feindschaft, Elend und Verdummung, von Seuchen und Krankheit nicht zu deuten vermagst, hast Du auch den Sinn Deines Daseins auf „dieser Bewußtseinsebene“ nicht begriffen. Wenn sich Deine „rationale“ Logik soweit entwickelt hat, daß Deine geistige „Rechenkapazität“ (= „rationale“ Wahrnehmungsfähigkeit) ausreicht, alle „bi-nomischen Gleichungen“ zu lösen, die Dir in Deiner „Erscheinungswelt“ vorgelegt werden, werden sich auch alle von Dir noch„negativ“ wahrgenommenen Erscheinungen, bei der Synthese mit dem eigenen „positiven Gegensatz“, wie von selbst auflösen. Die durch diese Synthese entstehende „neue Dimension“ wird für Dich dann zu einem neuen „Lebensraum“ werden, den Du durch dieses „gesteigerte Bewußtsein“ auch „rational“ wahrnehmen wirst. Lasse Dich also nicht von der Tatsache
stören, daß Ausscheidungen - körperliche sowie auch geistige - von Dir noch als schlecht bzw. übelriechend empfunden werden und Dir dadurch als „unbrauchbar“ erscheinen. Du benötigst Deine geistigen Ausscheidungen für Deine Entwicklung genauso dringend, wie die Pflanze den Dünger. Untersuche alles für Dich „böse“ und „verkehrt“ Erscheinende; grüble intellektuell darüber nach, stoße es nicht weg, Du kannst Dir daran nicht die Hände schmutzig machen. Danke besser Gott, daß er Dir diese „ballastreiche geistige Nahrung“ zukommen läßt und damit auch die Möglichkeit, mit Hilfe des von Dir Unverwertbaren, „über Dich selbst hinauszuwachsen“. Dein Körper leistet die körperliche Verdauung doch auch, ohne daß sich Dein Bewußtsein dabei einmischt. Im Körperlichen hast Du ja auch ein „blindes Vertrauen“ in die Genialität meiner Schöpfung. Du denkst nicht im Geringsten daran, Dich in diesen „Selektionsprozeß“ von „Gut bzw. Brauchbar“ und „Schlecht bzw. Unbrauchbar“ einmischen zu wollen. Im Geistigen aber herrscht der egoistische Besserwisser in Dir vor, der sich in seiner eigenen Unwissenheit zum Richter über alle von Dir wahrgenommenen Erscheinungen erhebt. Auch hier wäre aber Vertrauen und Gelassenheit das rechte Verhalten. Alles was Dich nicht „aufbauen“ kann, werde ich beseitigen. Wozu füttere ich Dich dann mit diesen unbrauchbaren geistigen Ballaststoffen? Warum gibt es diese Schlechtigkeiten? Wozu das Böse, das Dir angetan wird, oder besser, das Du Dir laufend selbst antust? Es hat seinen Sinn darin, durch Dich hindurchzugehen und erfüllt diesen, wenn es Dich ohne den geringsten Widerstand passiert. Erst wenn Du Dich zu einem geistigen „Supraleiter“ entwickelt hast, werden alle von mir „eingespeisten Energien der Lebendigkeit“ bis „in alle Ewigkeit“ in Dir erhalten bleiben. Das Schin - der Dreizack wwww - ist auch das Zeichen des Gottesnamen „schadai“ 300-4-10, der Dir Deine „reine Ruhe von Gottes Sein“ symbolisiert und damit Dein Zentrum zwischen „Gut und Böse“ ausdrückt.
Es ist die von Dir angestrebte Zukunft, die Deiner jetzigen Gegenwart ihren Sinn verleiht. Deine Vorstellungen sind Deine geistigen Kinder und jedes Kind, das geboren wird, ist ein Zeichen, daß eine andere Welt kommt. Auf der anderen Seite sagt man aber, daß man sich seine Kinder nicht aussuchen kann. Deine „rationale“ Logik ist die „Gebärmutter“ (hebr. „rechem“, 200-8-40), das „CAD-Programm“ also , mit dem Du Deine Welt konstruierst. Die Radikale von „rechem“ können aber auch als „rachem“, 200-8-40 (= „Barmherzigkeit“; „Erbarmen“) und als „racham“, 200-8-40 (= „Schmutzgeier“ [neophron percnopterus]), gelesen werden. Mit welchen Augen siehst Du in Deine Welt? Barmherzigkeit entsteht mit Deinem Glauben an das Unerwartete und durch Dein Vertrauen auf mich. Wenn Du alles selbst bestimmen und Dich nur (auf Kosten anderer?) „abzusichern“ versuchst - wenn Du Deine Energien damit verschwendest, Dich in dieser kaputten Welt einzurichten, weil Du an keine andere zu glauben vermagst - wird Dein Geist zum „rechem“ eines „racham“. Nur Deine Sehnsucht nach der „letztendlichen Zukunft“, die Du nach Deinen raum/zeitlichen Welten „erfahren“ wirst, vermag Deinem noch begrenzten Dasein den Sinn für „das Wesentliche“ zu öffnen. Barmherzigkeit ist die Kunst, das Unerwartete zu genießen, sie kann nicht erkauft werden. Ein Geldwechsler und Geschäftemacher kann als solcher nicht barmherzig sein. Versuche nicht, die Welt nur aufgrund Deiner „normalen Logik“ begreifen und damit auch beherrschen zu wollen. Auf diese Weise ignorierst Du „das große Geheimnis“ in Dir völlig und machst es damit zu Deinem Feind. Genau genommen machst Du Dich so zu Deinem eigenen Widersacher. Meine Gesetze heißen „Ge-recht-igkeit pur“ (hebr. „pur“ = „Zu-fall“) - jedem so, wie es ihm gebührt. Meine Gerechtigkeit übersteigt dabei Deine raum/zeitliche Wahrnehmung, d.h. „abgerechnet“ wird immer am apodiktischen Schluß - und dieser befindet sich im „Jetzt“! Ein wirklicher Mensch kennt die Verbindung zu seinem wirklichen Vater, er weiß, daß diese nur durch sein „bechinnom“ 2-8-50-40 (= „Umsonst [tun]“) zustande kommt. Deine „Selbstlosigkeit“ ist der „Prüfstein“ (hebr. = „boxan“ 2-8-50), durch den Du Dich in diesem Dasein zu „boxen“ hast. Der Berechnende will von diesem Geheimnis nichts wissen, weil es seine begrenzten Vorstellungen und Absichten durchkreuzt. Mein Geheimnis wird von einem „Verstehenden“ (siehe Band 1, S. 137) in jedem Ding und Ereignis erfahren. Auch im scheinbar belanglosem Tun normaler Menschen ist es verborgen. Auf die Lösung des großen Geheimnisses Deines Daseins wirst Du nicht durch mechanisches Anhäufen von bloßem „Wissen“ kommen, sondern nur „autopoietisch“ (= Selbstorganisation in Organismen) durch Deine eigene geistige „rechem“ - die alle für Dich in Erscheinung tretenden zukünftigen Früchte schon jetzt in sich trägt.
Eine „Anthropologie“ (= Lehre vom Menschen) kann nur dann als seriös betrachtet werden, wenn sie den Menschen auch auf allen seinen Daseins-Ebenen ins Blickfeld bringt, und
aufzuzeigen versucht, daß alle diese Bereiche in einer unverbrüchlichen Einheit zusammenhängen. Das „Zentrum“ ist dabei reines Licht und der interpretierende wachsende
Geist das Dia, durch das dieses Licht unvollkommene Welten nach außen zu projizieren scheint. Alle Wörter werden vom jeweiligen Denker unbewußt individuell interpretiert und wirken so auf sein Tun, seinen Leib und die von ihm wahrgenommene Welt: Der dabei betriebene Bi-nomenalismus der Wörter erzeugt das Hier und Dort. Tief in Dir verborgen befindet sich das Geheimnis der Synthese Deiner Wörter.
„Glaube“! Das „Eins-ge-machte“ („ich glaube“!) dies kann eine empirische, aber vor allem auch eine rein rationale Erfahrung darstellen; Begreifen und Verwerten; Verstehen; „Heiliger Geist“ usw.
3300 Schin wwww „Der Zahn“
Das Zeichen Schin hat den Wert 300 und kann als „schin“ mit den Laut „Sch“ aber auch als „szin“, als „Sz“, in Erscheinung treten. Ein Punkt rechts über den Zeichen bedeutet „schin“
und links darüber „szin“. Schin bedeutet eigentlich „Zahn“. Du betrachtest Deine Zähne als Werkzeug mit dem das beginnt, was Du als „Essen“ bezeichnest. „Essen“ (hebr. „achol“ 1- 20-30) bedeutet eine Verbindung von „Allem“ (hebr. „kol“ 20-30 = „alles“) mit ALLEM, der „Eins“. Alles wird also mit der „Eins“ verbunden, d.h. wenn Du etwas hörst, siehst, oder etwas auf eine andere Art „wahr-nimmst“, so „ißt“ Du es, es wird somit eins mit Dir. Aufgrund dieser Betrachtung sollte Dir auch einleuchten, daß Du unter dem Begriff „achol“ keineswegs nur das herkömmliche „Essen“ verstehen solltest. Alles von Dir „Aufgenommene“ wird durch das „achol“ zu einem Teil von Dir, indem Du es „in Dir aufnimmst“. Du zerkaust es mit Deinen Zähnen, damit Du es Dir „einverleiben“ kannst. Und genauso verhält es sich auch mit der Wirklichkeit: Sie wird von Deinem (noch) begrenzten Geist in verdaubare Happen „zerkleinert“ und in die Zeit verteilt, damit es „fließend“ wird und Du es dann „nacheinander“ aufnehmen kannst. Du solltest Dich nun fragen, warum Du überhaupt essen mußt? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Damit Du leben kannst! Dies aber solltest Du nicht nur auf „Dein körperliches Leben“ beziehen. Auch die symbolische Funktion des hebräischen Schin - die „geistigen Zähne“ - benötigst Du, um alles von Dir Wahrgenommene mit dem „Einen“ zu verbinden - mit Dir selbst. Erst wenn Dir das gelingt, fängst Du an geistig „zu leben“! Das fragmentierte Wahrnehmen von Erscheinungen gründet im Geheimnis der Dualität Deiner Schöpfung. „Du kleiner Gott“ unterhältst Dich so mit Deiner Schöpfung. Der Himmel in Dir ruft die Erde und die Erde antwortet dem Himmel. Beide verlangen nach einander und fühlen die höchste Wonne, wenn sie sich finden und „vereinigen“. Jedes „Wieder-Einswerden“ ist mit einem Glücksgefühl verbunden. Jedes Verfehlen oder gar absichtliches Verweigern des Einswerden bringt „Dir kleinen Gott“ Leid.
Sogar Glück und Leid selbst trachten nach diesem Einswerden, das sich mit dem Sterben eines „normalen Menschen“ und der damit verbundenen Geburt des „wirklichen Menschen“
erfüllt. Alle Gegensätze heben sich in diesem neugeborenen wirklichen Menschen „in sich“ auf und bilden so mit ihrer Synthese die Grundlage zu einer neuen, höheren und schöneren Dimension des Lebens, die das Himmelreich auf Erden bewußt erlebbar macht. Nur ein pseudo-guter Mensch will das Böse verteufeln, es bekämpfen und am besten dem Nichtsein überantworten. Einem unreifen Menschen, der versucht, „das Böse“ in und außerhalb von sich zu bekämpfen, ist nicht bewußt, daß er selbst alles Böse nur durch seine eigene, nur „einseitige Interpretation“ erzeugt. Den „Konflikt“ (lat. con-flictus = das Aufeinandertreffen) zwischen Gut und Böse kann man nur durch deren Synthese „vollenden“ (= lat. con-ficio). Darin besteht die geheimnisvolle Bezogenheit, das Aufeinanderzu von beiden. Ein wirklicher Mensch hat diese Extreme „in sich“ auf einen Nenner gebracht - die beiden Pole „Positiv und Negativ“ als eigene „Energiequelle“ erkannt - die ihn in einen völlig neuen „geistigen Lebensraum“ zu katapultieren vermag. Auf diese merkwürdige Weise äußert sich auch das Streben nach „Einswerden“ bei Mann und Frau. Die „Innigkeit“ und Stärke des „nach einander Verlangens“ übersteigt in der Regel jede rationale Logik - alle Vernunft und Vernunftgründe. Man sagt, daß der Mann die Frau „bekennt“, wenn er seinem Verlangen nachgibt. Aber nur zu „be“kennen, bildet noch lange keine „Ge“meinschaft. Jeder „normale Mensch“ hat andere, offensichtlich „irrationale Gründe“, um das eine abzulehnen und das andere als erstrebenswert zu betrachten. So kommt es zu Kriegen, hier wurzeln die unterschiedlichen politischen Richtungen und religiösen Strömungen. Die zugrunde liegende „Ursache“ dieser „normalmenschlichen Misere“ kann man nur aus der Sicht einer höheren Bewußtseinsdimension „rational“ erklären, auf der diese „irrationalen [„Be“weg]Gründe“ zur Synthese vereinigt wurden. Eine verstandesmäßige Erklärung „innerhalb“ einer persönlichen „normalen Logik“ muß zwangsläufig immer fehllaufen und in den Irrtümern einer dogmatischen Pseudo-Wissenschaftlichkeit enden. Diese wird, solange sie nur in einem „Richtig/Verkehrt-“ und „Gut/Böse-Raster“ zu denken vermag, „das Wesentliche“, d.h. die synthetische Vereinigung dieser Gegensätze, immer völlig außer Acht lassen. Alle Deine Begegnungen und Vorfälle haben für Dich einen geheimnisvollen „Hintergrund“. Die Ursache des Zusammenstoßes liegen in Deinem „Unwissen“ über das, „was wirklich ist“. Es kommt Dir zu, diese oder jene Erfahrung zu machen und Deine Aufgabe liegt nun darin, die Dualität aller Dir meist nur einseitig erscheinenden Gegensätze zu erkennen, um dann deren beide Seiten miteinander zu vereinigen. Es verhält sich letztendlich mit allen Deinen Erfahrungen genauso, wie mit Deiner Aufnahme Deiner materiellen Nahrung und deren Verdauung. Du benötigst sie zum Leben.
Benötigst Du Deinen Verstand und Deine strenge Logik, um Deine Nahrung zu verdauen?
Wenn Du alle unwillkürlichen körperlichen Funktionen, die für die Verdauung Deiner Nahrung nötig sind, bewußt steuern müßtest, würden diese zu einer unerträglichen Qual. Du
würdest dann vor einem unübersichtlichen Durcheinander stehen, Deinem innerlichen Zerfall. Du hättest nur noch damit zu tun, alle Deine Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Kein
Computer wäre imstande, Dir beim Ordnen dieses unübersichtlichen komplexen Chaos zu helfen, geschweige denn, daß ein normaler Mensch das dazu nötige Programm erstellen könnte. Letztendlich funktioniert aber alles wie von selbst und nur zu Deinem Besten. Und genauso verhält es sich auch mit der „geistigen Verdauung“ Deiner Außenwelt-Erfahrungen. Wenn Du damit aufhörst, zu versuchen, sie nach Deinem primitiven rationalen Raster von Gut/Böse, Richtig/Verkehrt, Angenehm/Unangenehm usw. zu ordnen, wirst Du feststellen, daß alles „wie von Gottes Hand geführt“ eine Synthese zu Deinem Besten eingehen wird. Du wurdest geschaffen, um zuerst einmal alles aufzunehmen. Und so wie es nötig ist, die Nahrung zu zerkauen, wird auch alles Erlebte von Dir in kleine Teile zerteilt. Alles wird „fließend“ gemacht. Ein Baby kann nur Flüssiges, bzw. Breiiges aufnehmen. Analog dazu benötigt Dein noch unreifer Geist ebenfalls eine „zeitliche Form“, um meine „statische Wirklichkeit“ geistig verdauen zu können. Deine Begegnung mit dem Essen beginnt mit Deinen 32 Zähnen - Deine Begegnung mit der Wirklichkeit, mit den 32 Wegen des Sephirot-Baums. Der Zusammenhang von Innen und Außen wird somit durch die Zahl 32 sowohl körperlich als auch geistig verbunden. Die 32 Zähne sind symbolisch identisch mit diesen 32 Wegen, die die Vielheit aller Deiner Erscheinungen zu einem lebendigen Ganzen zu vereinigen vermögen. Und gerade deswegen ist das Schin ein so wichtiges und entscheidendes Zeichen. Es gehört mit dem Aleph und dem Mem zu den drei Urzeichen.
Alles Dich Nährende scheint für Dich deswegen „von Außen“ zu kommen, es erscheint Dir daher auch unterschieden von Dir und Du bist darauf angewiesen es aufzunehmen. Als erwachsenes Wesen nach meinem Ebenbild bist Du eins mit der Welt, die Dich zu umgeben scheint. Da noch nicht alles, was Du aufnimmst, bei Dir bleibt, zeige ich Dir, daß Deine Entwicklung - die Einswerdung - noch im Werden ist. Dieses Werden geht mit der Empfindung Deines zeit/räumlichen Daseins einher. Dein Dasein ist gekennzeichnet von Mißverstehen und Ablehnung. Dein geistiges „Nichtbegreifen- bzw. akzeptieren wollen“ von manchen Erscheinungen entspricht dem „Nichtverdauen können“ im Körperlichen. Und so wie ein Mensch das ausscheidet, was er von der aufgenommenen Nahrung nicht verwerten kann, hat er auch „geistige Ausscheidungen“. Sie bestehen aus dem geistigen Material, was ihm „verkehrt“ und „böse“ erscheint. Solange Du den Sinn von Feindschaft, Elend und Verdummung, von Seuchen und Krankheit nicht zu deuten vermagst, hast Du auch den Sinn Deines Daseins auf „dieser Bewußtseinsebene“ nicht begriffen. Wenn sich Deine „rationale“ Logik soweit entwickelt hat, daß Deine geistige „Rechenkapazität“ (= „rationale“ Wahrnehmungsfähigkeit) ausreicht, alle „bi-nomischen Gleichungen“ zu lösen, die Dir in Deiner „Erscheinungswelt“ vorgelegt werden, werden sich auch alle von Dir noch„negativ“ wahrgenommenen Erscheinungen, bei der Synthese mit dem eigenen „positiven Gegensatz“, wie von selbst auflösen. Die durch diese Synthese entstehende „neue Dimension“ wird für Dich dann zu einem neuen „Lebensraum“ werden, den Du durch dieses „gesteigerte Bewußtsein“ auch „rational“ wahrnehmen wirst. Lasse Dich also nicht von der Tatsache
stören, daß Ausscheidungen - körperliche sowie auch geistige - von Dir noch als schlecht bzw. übelriechend empfunden werden und Dir dadurch als „unbrauchbar“ erscheinen. Du benötigst Deine geistigen Ausscheidungen für Deine Entwicklung genauso dringend, wie die Pflanze den Dünger. Untersuche alles für Dich „böse“ und „verkehrt“ Erscheinende; grüble intellektuell darüber nach, stoße es nicht weg, Du kannst Dir daran nicht die Hände schmutzig machen. Danke besser Gott, daß er Dir diese „ballastreiche geistige Nahrung“ zukommen läßt und damit auch die Möglichkeit, mit Hilfe des von Dir Unverwertbaren, „über Dich selbst hinauszuwachsen“. Dein Körper leistet die körperliche Verdauung doch auch, ohne daß sich Dein Bewußtsein dabei einmischt. Im Körperlichen hast Du ja auch ein „blindes Vertrauen“ in die Genialität meiner Schöpfung. Du denkst nicht im Geringsten daran, Dich in diesen „Selektionsprozeß“ von „Gut bzw. Brauchbar“ und „Schlecht bzw. Unbrauchbar“ einmischen zu wollen. Im Geistigen aber herrscht der egoistische Besserwisser in Dir vor, der sich in seiner eigenen Unwissenheit zum Richter über alle von Dir wahrgenommenen Erscheinungen erhebt. Auch hier wäre aber Vertrauen und Gelassenheit das rechte Verhalten. Alles was Dich nicht „aufbauen“ kann, werde ich beseitigen. Wozu füttere ich Dich dann mit diesen unbrauchbaren geistigen Ballaststoffen? Warum gibt es diese Schlechtigkeiten? Wozu das Böse, das Dir angetan wird, oder besser, das Du Dir laufend selbst antust? Es hat seinen Sinn darin, durch Dich hindurchzugehen und erfüllt diesen, wenn es Dich ohne den geringsten Widerstand passiert. Erst wenn Du Dich zu einem geistigen „Supraleiter“ entwickelt hast, werden alle von mir „eingespeisten Energien der Lebendigkeit“ bis „in alle Ewigkeit“ in Dir erhalten bleiben. Das Schin - der Dreizack wwww - ist auch das Zeichen des Gottesnamen „schadai“ 300-4-10, der Dir Deine „reine Ruhe von Gottes Sein“ symbolisiert und damit Dein Zentrum zwischen „Gut und Böse“ ausdrückt.
Es ist die von Dir angestrebte Zukunft, die Deiner jetzigen Gegenwart ihren Sinn verleiht. Deine Vorstellungen sind Deine geistigen Kinder und jedes Kind, das geboren wird, ist ein Zeichen, daß eine andere Welt kommt. Auf der anderen Seite sagt man aber, daß man sich seine Kinder nicht aussuchen kann. Deine „rationale“ Logik ist die „Gebärmutter“ (hebr. „rechem“, 200-8-40), das „CAD-Programm“ also , mit dem Du Deine Welt konstruierst. Die Radikale von „rechem“ können aber auch als „rachem“, 200-8-40 (= „Barmherzigkeit“; „Erbarmen“) und als „racham“, 200-8-40 (= „Schmutzgeier“ [neophron percnopterus]), gelesen werden. Mit welchen Augen siehst Du in Deine Welt? Barmherzigkeit entsteht mit Deinem Glauben an das Unerwartete und durch Dein Vertrauen auf mich. Wenn Du alles selbst bestimmen und Dich nur (auf Kosten anderer?) „abzusichern“ versuchst - wenn Du Deine Energien damit verschwendest, Dich in dieser kaputten Welt einzurichten, weil Du an keine andere zu glauben vermagst - wird Dein Geist zum „rechem“ eines „racham“. Nur Deine Sehnsucht nach der „letztendlichen Zukunft“, die Du nach Deinen raum/zeitlichen Welten „erfahren“ wirst, vermag Deinem noch begrenzten Dasein den Sinn für „das Wesentliche“ zu öffnen. Barmherzigkeit ist die Kunst, das Unerwartete zu genießen, sie kann nicht erkauft werden. Ein Geldwechsler und Geschäftemacher kann als solcher nicht barmherzig sein. Versuche nicht, die Welt nur aufgrund Deiner „normalen Logik“ begreifen und damit auch beherrschen zu wollen. Auf diese Weise ignorierst Du „das große Geheimnis“ in Dir völlig und machst es damit zu Deinem Feind. Genau genommen machst Du Dich so zu Deinem eigenen Widersacher. Meine Gesetze heißen „Ge-recht-igkeit pur“ (hebr. „pur“ = „Zu-fall“) - jedem so, wie es ihm gebührt. Meine Gerechtigkeit übersteigt dabei Deine raum/zeitliche Wahrnehmung, d.h. „abgerechnet“ wird immer am apodiktischen Schluß - und dieser befindet sich im „Jetzt“! Ein wirklicher Mensch kennt die Verbindung zu seinem wirklichen Vater, er weiß, daß diese nur durch sein „bechinnom“ 2-8-50-40 (= „Umsonst [tun]“) zustande kommt. Deine „Selbstlosigkeit“ ist der „Prüfstein“ (hebr. = „boxan“ 2-8-50), durch den Du Dich in diesem Dasein zu „boxen“ hast. Der Berechnende will von diesem Geheimnis nichts wissen, weil es seine begrenzten Vorstellungen und Absichten durchkreuzt. Mein Geheimnis wird von einem „Verstehenden“ (siehe Band 1, S. 137) in jedem Ding und Ereignis erfahren. Auch im scheinbar belanglosem Tun normaler Menschen ist es verborgen. Auf die Lösung des großen Geheimnisses Deines Daseins wirst Du nicht durch mechanisches Anhäufen von bloßem „Wissen“ kommen, sondern nur „autopoietisch“ (= Selbstorganisation in Organismen) durch Deine eigene geistige „rechem“ - die alle für Dich in Erscheinung tretenden zukünftigen Früchte schon jetzt in sich trägt.
Eine „Anthropologie“ (= Lehre vom Menschen) kann nur dann als seriös betrachtet werden, wenn sie den Menschen auch auf allen seinen Daseins-Ebenen ins Blickfeld bringt, und
aufzuzeigen versucht, daß alle diese Bereiche in einer unverbrüchlichen Einheit zusammenhängen. Das „Zentrum“ ist dabei reines Licht und der interpretierende wachsende
Geist das Dia, durch das dieses Licht unvollkommene Welten nach außen zu projizieren scheint. Alle Wörter werden vom jeweiligen Denker unbewußt individuell interpretiert und wirken so auf sein Tun, seinen Leib und die von ihm wahrgenommene Welt: Der dabei betriebene Bi-nomenalismus der Wörter erzeugt das Hier und Dort. Tief in Dir verborgen befindet sich das Geheimnis der Synthese Deiner Wörter.